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Zufall mit System Wer sich in einer fremden Stadt orientieren will, dessen Blick hält sich eher an architektonische Zeichen denn an all die Emsigen und Eiligen, die durch die Strassen fluten. Das führt mitunter dazu, dass wir die Menschen in der Fremde weniger scharf wahrnehmen als in unserer vertrauten Heimat, wo uns die Orientierung leichter fällt. Dass wir deshalb in der Fremde auch "fremd bleiben", scheint die Überzeugung der Bieler Photographin Tiziana de Silvestro (1956) zu sein. In ihrer aktuellen Ausstellung im Photoforurn PasquArt zeigt sie Bilder aus Grossstädten, die stets nach derselben Strategie aufgenommen wurden: Mit weit offener Blende hat sie aus einer Menschenmenge heraus auf Architekturen und andere mögliche Orientierungszeichen der Stadt fokussiert. Mit dem Resultat, dass uns auf all ihren Bildern «unscharfe» Passanten im Vordergrund mehr oder weniger stark den Blick auf die gestochen scharf abgebildeten Motive im Hintergrund verstellen. |
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| Copyright © Tiziana De Silvestro |
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